Innere Sicherheit

PKS: Hauptstadt wieder ein Stück sicherer

Innensenator Andreas Geisel (SPD) und der Direktor beim Polizeipräsidenten Michael Krömer stellen Polizeiliche Kriminalitätsstatistik 2017 vor

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[dropcap]B[/dropcap]erlin | Es sind positive Nachrichten die der Innensenator Berlins, Andreas Geisel (SPD) gemeinsam mit dem kommissarischen Polizeipräsidenten, Michael Krömer, am Freitagvormittag im Roten Rathaus verkünden kann: „Weniger Taschendiebstähle, weniger Wohnraum- und Kellereinbrüche bis hin zu weniger Fahrraddiebstählen. Hier spüren die Menschen sehr direkt, dass Berlin wieder ein Stück sicherer geworden ist“, erklärte Geisel.

Wurden im Jahr 2016 noch 568.860 Straftaten registriert, so waren es im vergangenen Jahr 48.423 weniger (520.437). Auch die Aufklärungsquote stieg um 2,2 auf 44,2% und somit konnten die Ermittler fast jede zweite Straftat aufklären.

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) am 02.03.2018 auf der Pressekonferenz zur Polizeilichen Kriminalstatistik 2017. Foto: © Tomas Moll

Das sind gute Nachrichten für die Berlinerinnen und Berliner. Polizeipräsenz zeigt Wirkung und sorgt für mehr Sicherheit in Berlin. Die guten Zahlen des Jahres 2017 sind aber kein Ruhekissen„, sagte der Senator.

Denn die Kriminalstatistik weist für 2017 eine Zunahme der gefährlichen Körperverletzungen im öffentlichen Personennahverkehr, auf Straßen, Wegen und Plätzen auf. Auch gab es mehr Fälle von Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, darunter sind nicht nur Polizistinnen und Polizisten, sondern auch Rettungskräfte (Feuerwehr u. Rettungsdienste) sowie Justizvollstreckungskräfte. Zum 30. Mai 2017 wurde der Straftatbestand Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte (§ 114 StGB) eingeführt. Danach wird ein tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte auch bei „allgemeinen Diensthandlungen“ wie einer Streifenfahrt mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

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Rückgang bei Einbrüchen

Die Eigentumskriminalität hat mit 43,8 % immer noch den größten Anteil an der Gesamtkriminalität, sie liegt aber unter dem Wert der letzten vier Jahre. Besonders erfreut zeigten sich Innensenator und der Direktor beim Polizeipräsidenten Michael Krömer über die Rückgänge bei den Einbrüchen in Wohnungen und Häuser. Laut PKS liegen die Wohnraumeinbrüche mit 8.580 erfassten Fällen fast auf dem Niveau von 2008; bei einer gesteigerten Aufklärungsquote (von 7,8 % in 2016 auf 9,4% in 2017).

Der kommissarische Polizeipräsident Berlins, Michael Krömer am 02.03.2018 auf der Pressekonferenz zur Polizeilichen Kriminalstatistik 2017. Foto: © Tomas Moll

Dazu sagte Michael Krömer: „44,2 Prozent aller Tathandlungen endeten beim Versuch, so viele wie noch nie! Die Präventionsarbeit der Polizei zeigt Wirkung. Es ist sinnvoll, wenn Mieterinnen und Mieter sowie Eigentümerinnen und Eigentümer in die Sicherheit von Wohnungen und Häusern investieren.

Deutlich weniger Taschendiebstähle

Beim Taschendiebstahl verzeichnet die PKS einen Rückgang um fast 40 %. Die Gründe dafür sind Ermittlungserfolge gegen reisende Täterbanden (wie auch beim Wohnraumeinbruch), eine verbesserte Zusammenarbeit mit der Justiz (spezielle Abteilung für die organisierte Kriminalität, mehr Haftbefehle und abschreckende Erstverurteilungen) sowie intensive Präventionskampagnen der Polizei.
Bei den Straftaten im ÖPNV sind ebenfalls die Eigentumsdelikte stark rückläufig (Taschendiebstahl -49,6%).

Dieses sei nach Angaben von Krömer auch darauf zurück zuführen, dass die Berliner Polizei gezielt an Schwerpunktorten die Bürger mit Präventionskampagnen, wie z. B. pickpoket Warnhinweisen sensibilisiert.

 

Neues Gesetz: Mehr Sexualdelikte

In der PKS 2017 sind aber auch mehr Sexualdelikte aufgeführt (+32%), was größtenteils auf die Änderungen im Sexualstrafrecht zurückzuführen ist. Am 10.11.2016 trat das Gesetz zur Verbesserung des Schutzes der sexuellen Selbstbestimmung in Kraft. Die Vergleichbarkeit mit den Vorjahren ist deshalb nicht gegeben. Im Zusammenhang mit Silvester 2017/2018 wurden 38 derartige Anzeigen registriert.

Polizei registriert mehr politisch motivierte Kriminalität

Im Bereich der politisch motivierten Kriminalität (PMK) sank das gesamte Fallaufkommen gegenüber 2016 um 10%. Zugenommen haben die Fälle im Bereich der PMK rechts, wobei die Gewaltdelikte und auch die Angriffe auf Asylunterkünfte rückläufig sind (fast 50%). Propagandadelikte und die sonstigen Delikte, also Volksverhetzung, Sachbeschädigung und die öffentliche Aufforderung zu Straftaten sind dagegen ansteigend.
Das Fallaufkommen PMK links ist insgesamt rückläufig (-16%). Insbesondere die Gewaltdelikte und die Sachbeschädigungen sanken im Jahr 2017. Von den 250 Gewaltdelikten ereigneten sich die meisten im Zusammenhang mit Demonstrationen.

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) am 02.03.2018 auf der Pressekonferenz zur Polizeilichen Kriminalstatistik 2017. Foto: © Tomas Moll

Beim Phänomenbereich der politisch motivierten Ausländerkriminalität (ohne Islamismus) ist das Fallaufkommen mit dem Aspekt „ausländische Ideologie“ stark rückläufig (-45%). Insbesondere die Deliktsbereiche „Beleidigung/üble Nachrede/Verleumdung“ sind stark rückläufig (-81%), Nötigung und Bedrohung gingen um 50% zurück.
Delikte der politisch motivierten Ausländerkriminalität unter dem Aspekt der religiösen Ideologie stiegen hingegen insbesondere im Hinblick auf die Deliktsbereiche „Beleidigung/üble Nachrede/Verleumdung“ stark an (von 3 Fällen in 2016 auf 152 Fälle in 2017).

Innensenator Andreas Geisel und der Direktor beim Polizeipräsidenten Michael Krömer dankten allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Berliner Polizei. Die überwiegend guten Zahlen für 2017 seien das Ergebnis ihrer geleisteten Arbeit.

Der tägliche Einsatz der Polizistinnen und Polizisten zahlt sich aus. Das ist das Beste was uns passieren kann. Berlin wird sicherer, und die Polizeibeamtinnen und -beamten spüren, dass ihre harte Arbeit Früchte trägt.

LESEN SIE HIER: Ein Tag mit der 31. Einsatzhundertschaft Berlin

„Die Polizei Berlin muss Schritt halten mit dem rasanten Wachstum unserer Stadt. Deshalb ist die Personalgewinnung ein zentrales Thema für die nächsten Jahre. Die Polizei Berlin muss ein attraktiver Arbeitgeber bleiben“, erklärten Geisel und Krömer.

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