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Mit Baseballschläger Polizisten angegriffen – Schussabgabe

Euskirchen | Beamte der Polizei Euskirchen haben am Freitagabend in Euskirchen mehrere Schüsse auf einen 41-Jährigen abgegeben. Er hatte die Beamten zuvor mit einem Baseballschläger angegriffen. Der als gewalttätig bekannte 41-Jährige hatte um 21.48 Uhr telefonisch bei der Einsatzleitstelle der Polizei Euskirchen angekündigt, dass einer Bekannten gleich etwas passieren werde. Er und weitere Personen seien auf dem Weg zu der Frau. Unverzüglich entsandte die Polizei mehrere Streifenwagen zum Schutz der Frau. Eine Polizeistreife konnten das Fahrzeug des Verdächtigen kurze Zeit später auf der Kessenicher Straße in Euskirchen stoppen. Sofort stürmte der 41-Jährige aus seinem Pkw und schlug mit einem Baseballschläger nach den Beamten und mehrfach auf die Motorhaube sowie die Windschutzscheibe des Streifenwagens. Die Beamten brachten sich zunächst im Streifenwagen in Sicherheit, drohten den Schusswaffengebrauch an und gaben zwei Warnschüsse in die Luft ab.

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Auch als kurze Zeit später ein weiterer Streifenwagen eintraf, kam der weiterhin aggressive 41-Jährige den mehrfachen Aufforderungen nicht nach, den Baseballschläger aus der Hand zu legen. Als er einen Polizisten mit dem Baseballschläger angriff, gaben drei Beamte Schüsse auf den Mann ab. Dabei wurde er an Armen und Beinen getroffen und nach der Versorgung durch einen Notarzt in ein Krankenhaus gebracht, teilte die Polizei mit. Nach Auskunft der behandelnden Ärzte besteht keine Lebensgefahr. Die beiden Begleiter des Mannes im Alter von 22 und 72 Jahren wurden vorläufig festgenommen.

Auf Grund der Gesamtumstände übernahmen noch in der Nacht eine zuständige Mordkommission die Ermittlungen. Die beiden Festgenommenen wurden nach Feststellung der Personalien und ersten kriminalpolizeilichen Ermittlungen am Samstagmorgen wieder auf freien Fuß gesetzt. Gegen den 41-Jährigen soll im Laufe des Tages durch die Staatsanwaltschaft Bonn ein Unterbringungshaftbefehl beantragt werden, da sich Hinweise auf eine psychische Erkrankung ergeben haben. Die Ermittlungen dauern an.

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